Gedanken zur Entwicklung des Logos

Der Pflug symbolisiert den Aufbruch, einen Neubeginn, den Frühling. Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt, heißt es auch bei dem Propheten Hosea (10,12). Und so steht der Pflug für die Hoffnung, dass aus unserem Tun heute etwas für das Morgen wächst.

Er steht nicht für den Rückblick auf eine glorreiche, verklärte Vergangenheit, sondern für den Blick nach vorn, in die Zukunft, die Gott bereithält. Wer seine Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes, sagt auch Jesus (Lukas 9,62). Und er meint damit wohl nicht, dass wir die Vergangenheit vergessen und beiseite tun sollen. Er sagt vielmehr, dass wir nicht in ihr verhaftet bleiben sollen, sondern in allem, was wir tun, der Blick nach vorn gerichtet sei. Und nur wer beim Pflügen nach vorn schaut und sich nicht dauernd umwendet, kann eine gerade Linie ziehen, kann so wohl den Auftrag, den wir Menschen erhalten haben, die Erde zu bebauen und zu bewahren, erfüllen.

Unter das Bild des Pfluges – in Grün und Orange -  will die Kirchgemeinde Penzlin – Groß Lukow künftig ihre Arbeit stellen, so hat es der Kirchgemeinderat entschieden. Und ich finde dies ein gutes, aussagekräftiges und hoffnungsvolles Bild für die vielfältigen Bereiche der Gemeindearbeit, auch für die Arbeit der Evangelischen Kindertagesstätte, der Diakonie-Sozialstation oder für die Kirchenmusik und Bildungsarbeit. Es ist ein Bild, das Bewegung und Dynamik ausdrückt und Blicke zum Horizont ermöglicht. Wir sind gewillt, aufzubrechen, den Boden zu bereiten, zu säen und hoffentlich auch zu ernten.
Und auch wenn sich nicht jedem gleich das Logo der Kirchgemeinde auf den ersten Blick erschließen mag und was wir uns dabei gedacht haben, so wird der Blick vielleicht doch daran hängen bleiben und sich das Nachdenken darüber lohnen. Ich bin gespannt, was Einzelne noch in diesem Bild entdecken und mit ihm verbinden.

Am Rande wächst eine Ähre auf und neigt sich über den Pflug. Wer die Hand an den Pflug legt und den Boden bereitet, der vertraut darauf, dass die Arbeit Frucht trägt, nicht gleich heute vielleicht, dann aber doch morgen.

Diese aber sind’s, bei denen auf gutes Land gesät ist: die hören das Wort und nehmen’s an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach (Markus 4,20). 

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